Vorstellungsgespräch: typische Fragen, gute Antworten und Tipps
Die Einladung ist da – jetzt kommt es auf das Gespräch an. Mit guter Vorbereitung auf die typischen Fragen gehst du ruhig und selbstbewusst hinein.
Ein Vorstellungsgespräch dauert meist 30 bis 60 Minuten. Bei kleinen Betrieben sprichst du oft direkt mit der Inhaberin oder dem Inhaber, bei größeren Firmen mit Personalabteilung und künftiger Führungskraft. Die Fragen ähneln sich überall.
Die häufigsten Fragen – und wie du antwortest
„Erzählen Sie etwas über sich.“
Keine Lebensgeschichte, sondern zwei Minuten zu deinem Berufsweg: Was machst du jetzt, was hast du vorher gemacht, und warum passt diese Stelle als nächster Schritt?
„Warum möchten Sie bei uns arbeiten?“
Zeig, dass du dich informiert hast: Produkte, Kunden, Arbeitsweise, Ruf als Arbeitgeber. Verbinde das mit deinen Zielen.
„Was sind Ihre Stärken?“
Nenne zwei oder drei Stärken, die zur Stelle passen, und belege jede mit einem Beispiel: „Ich arbeite sehr genau – im letzten Jahr lag meine Fehlerquote beim Kommissionieren unter einem Prozent.“
„Was sind Ihre Schwächen?“
Nenne eine echte, aber nicht entscheidende Schwäche und sag, was du dagegen tust: „Mein Deutsch am Telefon ist noch nicht so sicher wie im Gespräch. Deshalb mache ich gerade einen B2-Kurs.“
„Warum wollen Sie wechseln?“
Bleib positiv und sprich nie schlecht über deinen jetzigen Arbeitgeber. Gute Gründe: mehr Verantwortung, kürzerer Arbeitsweg, feste Arbeitszeiten, Weiterentwicklung.
„Was sind Ihre Gehaltsvorstellungen?“
Nenne eine realistische Zahl als Bruttojahresgehalt oder Stundenlohn. Wie du sie findest, erklärt der Ratgeber Gehaltsvorstellung.
„Wann können Sie anfangen?“
Kenne deine Kündigungsfrist genau. Die gesetzliche Grundkündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende, der Arbeitsvertrag kann längere Fristen vorsehen.
Unzulässige Fragen
Fragen nach Schwangerschaft, Familienplanung, Religion, Parteizugehörigkeit oder sexueller Orientierung sind im Vorstellungsgespräch in der Regel nicht erlaubt. Du musst sie nicht beantworten – und darfst nach der Rechtsprechung sogar ausweichend oder unwahr antworten.
Eigene Fragen stellen
Am Ende wirst du fast immer gefragt, ob du noch Fragen hast. Bereite zwei oder drei vor:
- Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
- Wie ist die Einarbeitung organisiert?
- Wie werden die Dienstpläne gemacht, und wie früh stehen sie fest?
- Wie groß ist das Team?
Was du mitbringen solltest
- Kopien von Lebenslauf und Zeugnissen
- Ausweis, gegebenenfalls Aufenthaltstitel
- Führerschein, Staplerschein oder andere wichtige Nachweise
- Notizen mit deinen Fragen
Nach dem Gespräch
Eine kurze Dankes-E-Mail am selben oder nächsten Tag ist kein Muss, hinterlässt aber einen guten Eindruck. Hörst du nach der vereinbarten Frist nichts, darfst du freundlich nachfragen.
Häufige Fragen
Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch an?+
Etwas eine Stufe schicker als die übliche Arbeitskleidung im Betrieb. Im Handwerk reichen saubere Jeans und Hemd oder Bluse, im Büro eher Stoffhose oder Rock und Blazer.
Wie lange dauert es bis zur Rückmeldung?+
Oft ein bis zwei Wochen. Frag am Ende des Gesprächs, bis wann du mit einer Entscheidung rechnen kannst.
Werden Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch erstattet?+
Lädt dich der Arbeitgeber ein, muss er die Kosten grundsätzlich erstatten, wenn er das nicht vorher ausdrücklich ausschließt. Arbeitsuchende können außerdem eine Förderung bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter beantragen.
Anschreiben nicht selbst tippen?
Jobmir findet passende Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit und schreibt für jede Firma ein eigenes Anschreiben. Du prüfst und gibst frei – die Bewerbung geht in deinem Namen raus, Antworten kommen direkt zu dir.
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