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Motivationsschreiben: Unterschied zum Anschreiben und Muster

Das Anschreiben sagt, was du kannst. Das Motivationsschreiben erklärt, warum du etwas willst. Wann du welches brauchst – und wie du es schreibst.

JJobmir-RedaktionAktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Ein Motivationsschreiben – manchmal auch „dritte Seite“ genannt – wird vor allem bei Ausbildungen, Studienplätzen, Stipendien, Praktika und Freiwilligendiensten (FSJ, BFD) verlangt. Es ist persönlicher als ein Anschreiben und stellt deine Beweggründe in den Mittelpunkt.

Anschreiben oder Motivationsschreiben?

  • Anschreiben: kurz, sachlich, auf die Anforderungen der Stelle bezogen. Standard bei fast jeder Bewerbung.
  • Motivationsschreiben: ausführlicher, persönlicher, erklärt Werdegang, Interessen und Ziele. Nur, wenn es ausdrücklich verlangt wird – oder als freiwillige Ergänzung, wenn du ohne Berufserfahrung überzeugen musst.

Wird beides verlangt, wiederhole nicht dasselbe: Das Anschreiben bleibt knapp, das Motivationsschreiben erzählt die Geschichte dahinter.

Aufbau in fünf Schritten

  1. Einstieg: ein Erlebnis oder eine Beobachtung, die dich zu diesem Ziel gebracht hat.
  2. Werdegang: was dich bisher geprägt hat – Schule, Praktika, Jobs, Ehrenamt.
  3. Interessen und Stärken: was du mitbringst, mit Beispielen.
  4. Ziele: was du lernen und erreichen willst.
  5. Schluss: warum genau diese Stelle oder Einrichtung dich weiterbringt.

Muster: Motivationsschreiben für ein FSJ

Mustertext

Motivationsschreiben – Freiwilliges Soziales Jahr in Ihrer Kita

Als ich in den Sommerferien meine jüngere Cousine jeden Tag in die Kita gebracht habe, hat mich beeindruckt, wie viel die Erzieherinnen den Kindern in wenigen Stunden beibringen. Seitdem überlege ich, selbst in der Pädagogik zu arbeiten.

In der Schule habe ich zwei Jahre lang die Hausaufgabenbetreuung für jüngere Schüler übernommen. Dabei habe ich gelernt, geduldig zu erklären und auf unterschiedliche Kinder einzugehen. Außerdem spiele ich Gitarre und würde gern Musik in den Kita-Alltag einbringen.

Das Freiwillige Soziale Jahr möchte ich nutzen, um herauszufinden, ob die Ausbildung zur Erzieherin der richtige Weg für mich ist. Ihre Kita mit dem Schwerpunkt Sprachförderung passt besonders gut zu mir, weil ich selbst zweisprachig aufgewachsen bin.

Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Team kennenzulernen.

Laura Hoffmann

Tipps

  • Ein bis maximal zwei Seiten, meist reicht eine.
  • Keine Floskeln wie „Ich wollte schon immer …“ ohne Beleg.
  • Roter Faden: Jeder Absatz sollte zu deinem Ziel hinführen.
  • Ehrlich bleiben – im Gespräch wirst du nach deinen Geschichten gefragt.
Kostenloses ToolAnschreiben-GeneratorEin fertiges deutsches Anschreiben in zwei Minuten.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Motivationsschreiben sein?+

In der Regel eine Seite, höchstens zwei. Längere Texte werden selten vollständig gelesen.

Brauche ich ein Motivationsschreiben für einen normalen Job?+

Meist nicht. Bei regulären Stellen reicht ein gutes Anschreiben. Ein Motivationsschreiben lohnt sich vor allem bei Ausbildung, Studium, Stipendien und Freiwilligendiensten.

Kommt ins Motivationsschreiben eine Anrede?+

Nicht zwingend. Es wird oft wie ein Aufsatz mit Überschrift geschrieben. Ist es als Brief gedacht, verwende eine normale Anrede und Grußformel.

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