Bewerbungsunterlagen: Was gehört hinein – und was nicht?
Zu wenig wirkt nachlässig, zu viel wirkt unsortiert. Mit dieser Checkliste schickst du genau die Unterlagen, die Arbeitgeber sehen wollen.
Früher war die „Bewerbungsmappe“ ein Ordner mit Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und einem Stapel Zeugnisse. Heute bewirbst du dich meist per E-Mail oder Formular – die Grundregeln gelten aber weiter.
Die Checkliste
- Anschreiben – individuell für die Stelle, höchstens eine Seite. Siehe Anschreiben schreiben.
- Lebenslauf – tabellarisch, ein bis zwei Seiten. Siehe Lebenslauf.
- Arbeitszeugnisse – die letzten zwei bis drei, jeweils das neueste zuerst.
- Abschlusszeugnis – Berufsausbildung, Studium oder höchster Schulabschluss.
- Zertifikate, die für die Stelle wichtig sind: Staplerschein, Führerschein, Sprachzertifikat, § 34a, Belehrung nach IfSG.
- Anerkennungsbescheid, falls du einen ausländischen Abschluss hast.
Was du weglassen kannst
- Deckblatt: optional. Bei E-Mail-Bewerbungen an kleine Betriebe eher überflüssig.
- Schulzeugnisse, wenn du schon eine Ausbildung oder Berufserfahrung hast.
- Jedes Kurszertifikat – nur, was zur Stelle passt.
- Kopien von Ausweis, Steuer-ID oder Sozialversicherungsausweis – die braucht der Arbeitgeber erst beim Vertrag.
Die richtige Form
- PDF, möglichst in einer oder zwei Dateien: „Bewerbung_Vorname_Nachname.pdf“.
- Gesamtgröße unter 5 MB.
- Reihenfolge: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse (neueste zuerst), Zertifikate.
- Gescannte Dokumente gerade und gut lesbar – nicht mit dem Handy schräg fotografiert.
Was verlangt die Anzeige?
Lies den letzten Absatz der Stellenanzeige genau. Steht dort „aussagekräftige Bewerbungsunterlagen“, erwartet der Arbeitgeber Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Steht dort „Lebenslauf genügt“ oder „ohne Anschreiben“, halte dich daran.
Häufige Fragen
Was bedeutet „aussagekräftige Bewerbungsunterlagen“?+
Gemeint sind in der Regel Anschreiben, Lebenslauf und relevante Zeugnisse. Es ist eine Standardformulierung und kein Hinweis auf besonders umfangreiche Unterlagen.
Muss ich Zeugnisse übersetzen lassen?+
Für die Bewerbung reicht oft eine eigene Übersetzung oder eine englische Version. Für die Anerkennung von Abschlüssen verlangen Behörden meist beglaubigte Übersetzungen.
Brauche ich ein Deckblatt?+
Nein. Ein Deckblatt ist optional und bei E-Mail-Bewerbungen selten nötig. Wichtiger ist ein sauberer, gut lesbarer Lebenslauf.
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